zeichen


Im Mai 03 bekam ich von einer guten Bekannten, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte dieses Foto. Dieses eigentlich wunderschöne Bild machte mich aber auch sehr, sehr traurig, ich spürte den Tod. Sehr lange Zeit in meinem Leben dachte ich, dass ich früh sterben würde, ich wünschte und bat (ich trenne Gott und  Kirche) darum, wenigstens so lange da zu sein, bis meine Kinder selbstständig waren. Im Mai 03 war meine ältere Tochter bereits 22 und die "Kleine" schon bald 15 Jahre alt, ich machte  mir deshalb  um meine Kinder keine Sorgen.      

Im August 03 musste mich Stefanie mit unserem Hund (Mamas Traumhund) fotografieren, weil ich dachte er stirbt.

Ende August 03 liess mich "etwas" zwischen Esszimmer und Wohnzimmer stehen und mich denken : ich habe keine Kraft mehr um Stefanie zu helfen. ich spürte auch eine Kraftlosigkeit. Ich habe mich damals in der Wohnung umgesehen, aber alles war in Ordnung, auch war und bin ich nicht krank. Diese Gedanken habe ich dann beiseite geschoben.

Aber irgendwie war ab da alles "komisch":                                                             Stefanie saß einmal im Schaukelstuhl und und wir ratschten, ich wollte sie anschreien, sie solle fortgehen, Spaß haben und lachen (Stefanie renn....). Gleichzeitig dachte ich aber auch, ich kann ihr das doch nicht sagen, sonst meint sie ich will sie forthaben oder ich mag sie nicht. Im September 03 ging Stefanie in eine neue Schule, ich sa� im Auto und mu�te mich zusammenreißen um nicht mit meiner 15jährigen Tochter in die Schule zu gehen, da dort eine ehemalige Mitschülerin der alten Schule Stefanie Streit (was überhaupt nicht ernstzunehmen war) angedroht hatte. Fast jeden Tag machte ich mir unerklärliche Gedanken und Ängste um Stefanie und gleichzeitig wollte ich, dass sie soviel "erlebt" wie irgendwie möglich. Aber ein "Ende" kam mir nie in den Sinn.

Wusste meine Seele, dass Stefanie geht, nur mein Verstand hat es nicht kapiert ??????

Mitte September 03 erzählte uns Stefanie, dass sie von ihrem Tod geträumt hatte. Leider haben wir uns nicht mehr von dem Traum erzählen lassen, sondern sie nur wegen solcher "Alpträume" getröstet und beruhigt. ABER: wie im Traum vorgekommen blutete Stefanie aus Nase, Mund und Ohren bei ihrem Tod am 4.10.03. "Hinterher" ist mir aufgefallen, dass sich Stefanie ab diesem Traum irgendwie "viel Zeit" gelassen hat

Stefanie wollte auch immer mit 16 Jahren ausziehen, zuerst mit einer Freundin zusammen, dann allein. Sie konnte mir aber nie sagen warum (es gab keine Probleme in ihrem Umfeld) und wohin. (Fast jeder Jugendliche will doch mit 18 Jahren erst ausziehen ????!!!) Einmal fragte ich sie deshalb, wer ihr den die Wäsche waschen würde, sie meinte ich. Leider sagte ich ihr damals lachend, wenn schon ausziehen, dann müsste sie auch für sich alleine sorgen. Mit der Schwangerschaft hatte ich Stefanie genau 16 Jahre.

3 Tage vor Stefanies Tod, kämpfte ein bei mir sehr beliebter Kollege um sein Leben. Obwohl ich noch am Vorabend des 4.10.03  hö, dass er es überlebt hat, ging meine unerklärliche Unruhe nicht weg. 

 Am 4.10.03 habe ich Stefanie nachmittags angerufen unter einem Vorwand (Bücher aussortieren) um zu fragen, wann sie heimkommt, ich hatte damals ungewöhnliche Sehnsucht nach ihr. Eine Stunde später ließ mich "etwas" ans Fenster, von dem ich einen Teil von Stefanies Heimweg sehen konnte, gehen und denken: ich könnte sie doch mit dem Auto abholen, weil ein besonderer Tag ist. Ich habe meine Tochter nicht mehr lebend gesehen, aber Stefanie hat sich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich von mir verabschiedet (manchmal denke ich aber auch sie hat mich um HILFE gerufen und ich konnte ihr nicht helfen)

Alles was vor Stefanies Tod passiert ist, war vielleicht eine Vorbereitung von der anderen Seite für mich. Aber oft frage ich mich auch, warum ich nichts verstanden und reagiert habe und diesen Tod vielleicht hätte verhindern können.

Nach dem 4.10.03:

Ca. 4 Wochen nach Stefanies Tod, war ihr Freund bei uns. Mein Mann sagte gegen ca. 22.30 Uhr : wenn Stefanie heute um 24.00 Uhr anrufen würde und fragen ob sie noch länger fortgehen könnte, würde er ihr es bis 3.00 Uhr erlauben, aber er würde sie dann selber abholen. Genau um 24.00 Uhr läutete bei uns die Weckfunktion des Telefons und nochmal um 00.03 Uhr: nur der Wecker des Telefons war nachweislich auf 05.30 Uhr eingestellt und hat auch noch nie zweimal geläutet, wenn ich die Funktion ausgeschaltet habe.

Unsere Große hatte budistische Freunde gebeten eine Phowa für Stefanie zu machen. Ich glaube es war in dieser Phowa-nacht als ich Stefanie im Traum (bis heute das einzige mal) sah, als sie gerade mit irgend etwas beschäftigt war, neben ihr stand ein großer weiß gekleideter, hellhaariger  Mann. Damals stellte sich auch unser  PC wieder auf das Datum 1.1.2000 (neue Zeitrechnung)

Durch Bücher aufmerksam geworden habe ich dann auch ca. 3 Wochen lang jeden Abend Stefanie oder eine höhere Seele gebeten, doch entweder im Wohnzimmer die Stehlampe anzuknipsen oder eine Bild von Stefanie runterfallen zu lassen. Eines Morgens lag plötzlich eine große Palme, in der ein selbstgebastelter Marienkäfer aus Papier von Stefanie steckte, und auf einem ca. 1,5 m hohen Schrank steht auf dem Boden und der Übertopf stand zwischen PC-Monitor und Schrank. Die Palme, der Übertopf und der sehr wackelige Marienkäfer waren nicht besch�ädigt. Ich war in dieser Nacht alleine in der Wohnung und die einzige "natürliche" Erklärung wäre, dass ich schlafgewandelt (was ich bis heute noch nie gemacht habe) bin und das selber so hingelegt habe.

Tr�äume:  eine Zeitlang hatte ich furchtbare Angst vor meinem Sterben, nicht noch einmal diesen unbeschreibbaren Schmerz aushalten müssen. Eines Nachts träumte ich vom Sterben: eine silberne Klappe im Boden und ich liess mich hineinfallen, ich schwebte zu Boden und auch der Aufprall war nicht spürbar, alles federleicht. Mein Sterben im Traum war so schön, ich konnte diese Schwerelosigkeit ganz deutlich fühlen, dass ich mich gleich 3 mal durch die Klappe fallen liess Meine Angst ist nun vorbei und ich freue mich darauf, dann meine Tochter endlich wiederzusehen.

 Wahrscheinlich helfen uns diese Ereignisse, wenn  vielleicht auch nur im Unterbewustsein, den Schmerz erträglicher zu machen,

denn die Sehnsucht nach Stefanie ist oft zum Wahnsinn treibend

und wenn "tot gleich tot ist", gäbe es keinen Lebenssinn mehr für uns

 

   Mutter und Tochter,  uns beiden so ähnlich

 

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